
„Weng Chun Kung Fu“ gewinnt den Camgaroo Award 2026
„Weng Chun Kung Fu“ gewinnt den Camgaroo Award 2026
Eine filmische Reise zwischen China, Tradition und gelebter Lebensaufgabe
Mit großer Dankbarkeit und tiefer emotionaler Berührung wurde die Dokumentation „Weng Chun Kung Fu“ von Filmemacher Kevin Wloczyk beim renommierten Camgaroo Award 2026 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Im Mittelpunkt des Films steht Andreas Hoffmann – der einzige westliche Großmeister und offizielle Linienhalter des traditionellen Weng Chun Kung Fu. Der Film erzählt seine außergewöhnliche Lebensgeschichte: den Weg eines Deutschen, der sich seit über 40 Jahren mit ganzem Herzen einer fast ausgestorbenen chinesischen Kampfkunst verschrieben hat.
Gedreht wurde an den Originalschauplätzen in Hongkong, Macao und China. Atemberaubende Bilder aus Tempeln, Bergen und historischen Orten verbinden sich mit dokumentarischen Szenen und cineastischen Spielfilmeinlagen zu einer tief bewegenden Reise zwischen Ost und West. Besonders eindrucksvoll sind die Begegnungen mit chinesischen Zeitzeugen und alten Schülern, die gemeinsam mit Andreas Hoffmann trainierten und im Film die Weisheiten, Philosophien und spirituellen Hintergründe des Weng Chun Kung Fu weitergeben.
Der letzte chinesische Großmeister Wai Yan gab Andreas Hoffmann einst einen bedeutenden Auftrag:
„Bringe das Weng Chun Kung Fu in den Westen und bewahre dieses Erbe für die Zukunft.“
Dieses Versprechen wurde zu seiner Lebensaufgabe.
Zwischen 1986 und 2002 lernte Andreas Hoffmann direkt bei Großmeister Wai Yan in Hongkong – als dessen einziger westlicher Schüler überhaupt. In einer Zeit, in der traditionelle Kung-Fu-Stile in China und Hongkong zunehmend verschwanden, gründete Hoffmann die International Weng Chun Kung Fu Association und brachte die Kunst in mehr als zwölf Länder. Heute unterrichten weltweit über 500 Lehrer nach diesem System.
Der Film zeigt dabei nicht nur spektakuläre Kampfkunst und chinesische Kultur, sondern vor allem die menschliche Seite dieses Weges: die Herausforderungen, Zweifel und Opfer, die damit verbunden sind, eine jahrhundertealte asiatische Tradition in einer völlig anderen Kultur zu verstehen und weiterzugeben.
Besonders bewegend war die Begründung der Jury des Camgaroo Awards. Obwohl viele Jurymitglieder keinen Bezug zur Kampfkunst hatten, fühlten sie sich von den vermittelten Weisheiten tief berührt. Sie erklärten, dass sie auf der filmischen Reise mit Andreas Hoffmann nach China selbst viel über innere Ruhe, Disziplin, Menschlichkeit und Lebensphilosophie lernen konnten.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Camgaroo Awards in den ARRI Astor Kinos in München statt. Rund 300 Produktionen aus dem Independent- und Nachwuchsfilmbereich waren eingereicht worden. Die renommierte Journalistin und BR-Redakteurin Caroline von Eichhorn überreichte den Preis persönlich.
Für Andreas Hoffmann besitzt der Film eine weit größere Bedeutung als eine Auszeichnung:
„Weng Chun Kung Fu war in Hongkong und China bereits fast verschwunden. Dieser Film hinterlässt etwas für die Nachwelt. Er bewahrt das Wissen meines alten Meisters und erfüllt mein Versprechen an ihn.“
Gerade in der heutigen Zeit könne Weng Chun Kung Fu vielen Menschen helfen – körperlich, mental und spirituell. In einer Welt voller Reizüberflutung, Bewegungsmangel und innerer Unruhe vermittle die Kunst wieder Bewusstsein für Atmung, Präsenz, Haltung und innere Stärke.
Trotz der Unterstützung durch die Filmförderung der Städte Bamberg und Schweinfurt blieb die Produktion eine enorme Herausforderung. Umso größer ist nun die Freude über die Anerkennung und die internationale Aufmerksamkeit. Bereits jetzt gibt es erste Anfragen aus China, den Film dort auszustrahlen.
Die große Filmpremiere ist für September 2026 in Bamberg und Schweinfurt geplant. Anschließend soll eine deutschlandweite Kinotour folgen.
„Weng Chun Kung Fu“ ist weit mehr als ein Martial-Arts-Film – es ist ein Dokument über kulturelle Brücken, gelebte Hingabe und die Kraft, eine Vision trotz aller Widerstände über Generationen hinweg weiterzutragen.


